Magazin
14. Oktober 2015, 
root

Unsere Handschrift

Meine Kollegen sind toll. Sie kochen jeden Morgen eine extra große Kanne Filter-Kaffee gegen die kollektive Müdigkeit. Sie haben einen nicht enden wollenden Vorrat an Süßigkeiten in ihrem Schrank, mit dem sie jedem unverhofft eine kleine Freude machen. Meine Kollegen sind sehr fürsorglich. Das wahre Ausmaß ihrer Großartigkeit wurde mir allerdings erst diesen Montag bewusst...

Es ist nicht das erste Mal, dass ich die Agentur betrete und überrascht innehalte. Du wähnst dich auf der Arbeit, stehst aber plötzlich im Paradies, spazierst durch einen surrealen Pop-Art-Traum oder machst Mittagspause mit Marilyn. Seit Montag arbeiten wir alle in einem "Work in Progess". Wände werden großformatig tapeziert, Regale umfunktioniert, auf Text-Tafeln, Tablets und in Bilderrahmen öffnen sich neue Informationsebenen. Worum es geht? Um das 200-jährige Jubiläum unseres Verlags Palm und Enke – und auch ein bisschen um uns selbst. Die Ausstellung beleuchtet nicht nur einen Baustein unserer Branche, reflektiert nicht nur unser Selbstverständnis als Medien- und Kommunikationsdienstleister in dauerbewegten Zeiten. Sie trägt vor allem unsere Handschrift. Konzeptionell, redaktionell und haptisch.

Meine Kollegen sind nicht nur fürsorglich, sie sind auch vielseitig. Und so wurden am Wochenende aus Beratern Bauarbeiter, aus Redakteuren Handwerker, aus Volontären Chef-Koordinatoren, aus Praktikanten Innenarchitekten, aus Historikern Pragmatiker. Im neu gestalteten Foyer der Agentur steht jetzt eine gusseiserne Kasse. "Wir nehmen uns Zeit für Sie" steht darauf in roten Lettern...

Danke für Eure Zeit, liebe Kollegen. Danke für Euren Einsatz. Danke, dass ihr mich mal wieder überrascht und mir einmal mehr gezeigt habt: Mit Euch stellt man etwas auf die Beine!

Ich freue mich auf morgen.